Manuelle Blasenentleerung beim Kater

Die Blase manuell zu entleeren klingt sehr kompliziert, ist aber mit etwas Übung sehr einfach…

Methode 1 – seitlich liegend (mein persönlicher Favorit):

Ich (bin Rechtshänderin) lege die Katze dabei seitlich auf meinen Schoß (nach rechts schauend) und taste mit der rechten Hand nach der Blase. Nun halte ich meine linke Hand entgegen und drücke mit der rechten Hand pumpend auf die Blase. Man muss schon ordentlich drücken, andernfalls kommt kein Urin heraus. Es fühlt sich an, wie ein gefüllter Luftballon (Wasserbombe). Je voller die Blase ist, desto schwieriger ist es diese zu fixieren. Wenn die Blase nur noch halbvoll ist, flutscht sie schnell aus dem Griff raus und man muss umso mehr mit der linken Hand entgegenhalten, um sie stabilisieren und weiter entleeren zu können. Ist die Blase fast leer, fühlt es sich an, wie ein alter Ledersack…

Wichtig ist, dass man wirklich versucht, sämtlichen Urin heraus zu bekommen, da sich in dem Resturin schnell Keime bilden und somit zu einer Blasenentzündung führen können.

Beim Koten ist es ähnlich wie bei der manuellen Entleerung der Blase. Ich fühle den Kot entlang der Wirbelsäule (wie eine zweite Wirbelsäule) und schiebe ihn vorsichtig Richtung After.

Der Unterschied zur Katze liegt darin, dass der Urin durch die schmale Harnröhre des Katers wesentlich langsamer rauskommt. Man muss also ordentlich pumpen, um den Urinstrahl heraus zu bekommen, was etwas länger dauert, als bei der Katze.

Jede Katze – egal, ob männlich oder weiblich – entleert sich etwas anders. Das ist individuell sehr verschieden.

Methode 2 – hockend/sitzend:

Eine Freundin von mir entleert die Katzenblase wie folgt:

Sie setzt die Katze hin, z.B. auf die Küchenarbeitsplatte, legt eine Windel unter und drückt seitlich mit beiden Händen die Blase.

Methode 3 – Der Handstand:

Mein damaliges Patenkätzchen hat sich nicht gut seitlich liegend entleeren lassen. Bei “Emmy” klappte es am Besten, wenn ich sie im Handstand entleert habe. Ich stellte sie also auf die Vorderpfoten, weil sie mich so nicht kratzen konnte und drückte ihr dann die Blase aus.

TIPP: Nach dem Koten immer nochmal nach der Blase schauen – meist bekommt man hier doch noch Resturin herausgedrückt!

Hat man das Gefühl, dass man die Blase gar nicht packen kann, sollte man erstmal den Kot rausdrücken um anschließend besser an die Blase zu kommen.

 

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Sarah Olléon

Ich bin gelernte Tierpflegerin und mache nebenbei noch eine Ausbildung zur Katzenpsychologin. Besonders interessieren mich querschnittsgelähmte Katzen - die Windelkatzen!

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